Ministerrat und Exekutive von Saudi Arabien

Der Ministerrat wurde in den 50er Jahren errichtet.

Er besteht unter anderem aus dem Premierminister (König Abdullah bin Abd al-Aziz Al Saud), dem Vizepremierminister, dem Landwirtschaftsminister, dem Minister für Handel und Industrie, dem Finanzminister, dem Arbeitsminister, dem Minister für Umwelt und Naturschutz, dem Sozialminister, dem Minister für Verteidigung und Luftfahrt, dem Minister für Bildung und Forschung, dem Innen- und Außenminister, dem Gesundheitsminister und dem Minister für islamische Angelegenheiten.

Die Minister werden teils durch den König ernannt, teils von der männlichen Bevölkerung gewählt und bekleiden ihr Amt für 4 Jahre. Der Ministerrat hat eine beratende Funktion inne. Schlüsselpositionen (Verteidigung, Inneres etc.) sind von Mitgliedern des Königshauses besetzt.

Gesetze werden durch den Ministerrat ausgearbeitet, treten jedoch erst mit der Ratifizierung durch den König in Kraft. Die Gesetze müssen der Schari’a (unabänderliches Gesetz des Islam) entsprechen.

Die Regierung wird beraten von dem Madjlis Al-Shura. Die in den 90er Jahren entstandene Versammlung besteht aus 150 Mitgliedern (islamische Religionsgelehrte, Geschäftsleute usw.), die vom König auf vier Jahre ernannt werden. Das Gremium kann zudem eigene Gesetzesvorhaben einbringen.

Religionsgerichte üben die Justiz gemäß den Regeln der Schari’a aus. Der Regent ernennt die Richter auf Empfehlung des Hohen Rates (Justiz), der sich aus zwölf erfahrenen Juristen zusammensetzt. Die höchste Revisionsinstanz ist der König von Saudi-Arabien, er besitzt das Recht, die Verurteilten zu begnadigen.

Prinzipiell hat jeder saudische Bürger die Möglichkeit, sich mit Bittschriften oder persönlich bei öffentlichen Audienzen an die hohen Offiziellen zu wenden.