Islam, Glaubensgründung, Prophet Mohammed und Allah
Islam in Saudi Arabien
Arabische Kalligraphie des Namens mit der gekürzten Eulogie ʿalaihi
s-salām (Bild Quelle: Wikipedia)
Der Prophet Mohammed, geboren um 570 in Mekka, begründete
den Islam.
Mohammed erhielt vom Engel Gabriel die Botschaft
Gottes und wurde mit der Verbreitung des Glaubens beauftragt. Allah bedeutet
übersetzt „der Gott“, es gibt allerdings mehrere Namen für den Allmächtigen, so
beispielsweise „der Beschützer“, „der Barmherzige“ und „der Weise“. Zu jener Zeit
verehrten die Menschen eine Vielzahl von Göttern und Geistern, so dass Mohammed es
schwer hatte, seinen Glauben zu verbreiten.
In seiner Geburtsstadt wurde Mohammed oft nicht ernst genommen,
viele verspotteten ihn sogar. Erst in Medina fand Mohammed Unterstützung, er und
seine Anhänger verkündeten Gottes Botschaft. Einige seiner Anhänger brachten
Mohammeds Worte zu Papier und sammelten diese. Nach Mohammeds Tod 632 entstand aus
dieser Sammlung der Koran.
Für die Moslems ist der Koran einerseits das
heilige und unverfälschte Wort Gottes und andererseits als Leitfaden für das Leben
zu verstehen. Die heilige Schrift ist in Suren gegliedert und enthält unter anderem
Erzählungen über historische Völker und Regeln für das tägliche Leben (Gebet, Fasten
etc.).
Mohammed gelang es, die zu diesem Zeitpunkt zerstrittenen arabischen
Stämme politisch und religiös zu vereinen. Diese untrennbare Einheit von Politik und
Religion findet sich heute noch in Saudi-Arabien.
Nach dem Tod des
Propheten sorgten dessen Nachfolger, die Kalifen, für die weitere Verbreitung des
Glaubens. Der Machtbereich der weltlichen und zugleich religiösen Führer erstreckte
sich bereits im 8. Jahrhundert von Spanien bis nach Indien beziehungsweise
Mittelasien und vom Kaukasus bis in die Sahara.
Mit der Verlagerung des
Zentrums nach Damaskus durch die Umayyaden und nach Bagdad durch die Abbasiden
verlor Arabien seine politische Stellung. Zudem büßte Arabien seine Position als
wichtiges Durchgangsland für den Handel ein, als der Seeweg von Europa nach Indien
entdeckt wurde. Der Hedschas (Landschaft) konnte seinen Einfluss bis zur Eroberung
durch die Osmanen bewahren, hier befinden sich die heiligen Pilgerstädte Medina und
Mekka.