In der vorislamischen Zeit besaßen die Frauen keinerlei
Rechte.
So hatten die Frauen beispielsweise keinen
Erbanspruch, weil sie keinen Kriegsdienst leisteten. Eine Scheidung war ihnen
ebenfalls nicht gestattet, ein Mann hingegen konnte eine unbeschränkte Anzahl an
Ehefrauen halten und nach Belieben die eheliche Beziehung beenden.
Die heilige Schrift des Islam, der Koran beziehungsweise Qur'an,
änderte den Status der arabischen Frau. Gemäß dem Koran darf ein Moslem höchstens
mit vier Frauen verheiratet sein, unter der Vorraussetzung, dass er sie alle
gleichberechtigt behandelt. Heute halten gerade mal 2% der saudi-arabischen Männer
mehr als eine Ehefrau. Auch in Bezug auf die Scheidungszahl wurde das Recht des
Mannes eingegrenzt, zwei Scheidungen sind lediglich möglich.